Von Gstanzl bis Herzklang
Im Gasthof Stangl flackern die Kerzen auf den Tischen, Stimmen erklingen fröhlich und herzlich. Zither, Gitarre und Harmonika füllen die alte Stubn und man spürt die Freude am gemeinsamen Musizieren. Sänger und Musikanten aus Österreich, Bayern, Südtirol und der Schweiz treffen hier zusammen, um Freundschaft, Tradition und echte Lebensfreude zu feiern. Ein Ort, an dem Volksmusik mit Herz und Seele gespielt wird.

Überall erklingen Stimmen, mal kräftig und klar, mal leise und schelmisch, die sich zwischen den Holzbalken verlieren. Die Zither klimpert, die Harmonika setzt ein, und ein leises Lachen mischt sich unter die Melodien. Man kann spüren, wie die Musik durch den Raum fließt, wie sie Hände aufeinander treffen lässt und Blicke verbindet.
Magdalena Hauser steht mittendrin, lächelt, begrüßt jede Gruppe persönlich. Über 30 Musikensembles sind gekommen, jede mit eigener Stimmung, eigener Geschichte. Seit 70 Jahren finden die Sängertreffen im Stanglwirt statt, schon 137 Mal haben Stimmen und Instrumente den Gasthof erfüllt.
Die Tradition begann 1948: Die junge Stanglwirtin Anna Hauser wollte wieder mehr Fröhlichkeit in den Alltag bringen und lud Freunde des Hauses zu einem ersten, ungezwungenen Sängertreffen ein. Damals traten unter anderem das „Mayrhofener Trio“, der „Saalfeldner Dreigesang“, die „Kitzbüheler Nationalsänger“ und das Stangl-Trio auf – die Wirtsleut Anna und Lois mit Lois’ Schwester bildeten ein kleines Gesangsensemble, das für viele der damaligen Gruppen noch heute ein Vorbild ist. Schon damals spürte man die Energie, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, um Musik aus vollem Herzen zu teilen.
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